Ausstellung AUSSEN OHNE INNEN (Potemkins Versprechen)

Günther Rost & Simon Starke

Konkrete Aquarelle und abstraktes Campen

Ausstellung mit Vortrag

​Eröffnung am Freitag ​04. Mai 2018 um 19 Uhr
​05. Mai – 10. Mai 2018
Öffnungszeiten:
Sa – So 15 – 19 Uhr​ / Di – Mi 17 – 19 Uhr
Finissage: 10. Mai ​15 – 19 Uhr
ab 19 uhr: Open End mit Musik von Nutrition Facts Soundsystem
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Die gemeinsame Ausstellung entwickelt einen Sinn für das Äußerliche: Aquarelle von Günther Rost behandeln das Aufsetzen von Farbe auf Papier, Experimente einer Handhabung, eine nicht malerische Verinnerlichung. Simon Starke stellt mit Planen und eckigen Lastwagenhauben einen abstrakten Campingplatz vor – wie das sprichwörtlich gewordene Potemkinsche Dorf. Ein Vortrag führt darin in die Komplexität der Äußerlichkeit ein.

Die Redewendung vom Potemkinschen oder Potjomkinschen Dorf geht zurück auf eine Erzählung über den russischen Feldmarschall Reichsfürst Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, die nicht den historischen Gegebenheiten entspricht. Potjomkin, Gouverneur und Militärreformer, der sich unter Zarin Katharina II. um die Entwicklung Neurusslands bemühte, habe nach dieser Legende vor dem Besuch seiner Herrscherin im neu eroberten Neurussland im Jahr 1787 entlang der Wegstrecke Dörfer aus bemalten Kulissen zum Schein errichten lassen, um das wahre Gesicht der Gegend zu verbergen.

Zur Entstehung dieser modernen Sage vermuten manche Historiker, sie sei von Gegnern Potjomkins am Hof lanciert worden, die ihm seine gute Beziehung zu Katharina der Großen geneidet hätten. Als Urheber wird der kursächsische Diplomat Georg von Helbig genannt, der sie zunächst in seinen Depeschen in Umlauf gesetzt und nach Potjomkins Tod in seiner Biographie „Potemkin der Taurier“ (1809) verewigt habe. Von Helbig hatte selbst an der Inspektionsreise nicht teilgenommen. (Wikipedia)

Uns interessiert hier die Verwirklichung der doppelt verwirkten Vorstellung, derzufolge es etwas nicht gegeben haben soll, das ein reines Außen ohne Innen darstellt. So als ob unter dem Namen Potemkin ein Versprechen aufgetaucht wäre, das zwar allgemein dazu dient, eine Täuschung (Blende) zu beklagen, in Wahrheit aber das in die Welt gestellte Anschauungsmaterial missachtet, das als solches nur im Ausstellen selber vorhanden ist. Wir arbeiten da an einem gewissen Nachholbedarf.

Galerie Bridget Stern
im Künstlerhaus Faktor
Max-Brauer-Allee 229

22453 Hamburg

4fakultät #8 – Konzertreihe für stilübergreifende Improvisation

28. April 2018

Es spielen folgende Künstler*innen:
1. Svetlana Maraš (Electronics)
2. Tellavision + Derya Yıldırım (Synth, E-Drums, Voc + Saz, Voc)
3. Dirk Friedrich (Mundharmonika)
4. Steffen Roth (Drums)

Wie immer Einlass 20h, Beginn 21h
4fakultät #8 - Online Kopie

http://4fakultaet.de/28-04-2018/
https://www.facebook.com/events/1949525995376550/

Svetlana Maraš ist Leiterin des gerade wiedereröffneten Radio Belgrad’s Electronic Studios und war zuletzt beim Blurred Edges Festival 2017 in Hamburg zu hören. Sie verortet sich zwischen Klangkunst und New Media, kreiert interaktive Installationen und spielt live elektronische Musik.

Die Sängerin Derya Yıldırım interpretiert mit ihrer Band Grup Simsek anatolischen Psych-Folk der 1970er Jahre. Mit der Hamburgerin Fee Kürten aka TELLAVISION veröffentlichte sie die restlos ausverkaufte EP „Hayda / Katschma“. Experimentelle Art-School-Klänge treffen hier auf das traditionell türkische Instrument der Saz. Englischer wird mit türkischem Text verschmolzen.

Dirk Friedrich entlockt einem einzigen Instrument, einer modifizierten Mundharmonika, einen faszinierend vielschichtigen Klangkosmos aus klagenden Melodien und intensiven Geräuschmustern.

Steffen Roth spielt minimale Rhythmuspattern auf einem akustischen Drumset, sein Jazz-Background (er spielt u.a. im Julia-Kandel-Trio) ist dabei am durchgehend begleitenden Groove zu hören.

 

 

Ausstellung ALL SO NEAR

Textile Bodies, Chinagirls and Archi-Finance

AMÉLIE BRISSON-DARVEAU
JOHANNA BRUCKNER
CORA PIANTONI

all so near

Eröffnung am Freitag, 20. April 2018 um 19 Uhr

Die maritime Geschichte Altonas und Hamburgs spiegelt die Geschicke der Hansestädte wider, deren Erbe und gegenwärtige Identität von Brisson-Darveau, Bruckner und Piantoni mit Filmen, Skulpturen und Installationen erforscht werden, in einer Zeit, in der Menschen, Objekte, Ideen einander allzu nah sind. Die Ausstellung reflektiert die ökonomischen und sozialen Muster der Vernetzung, die das heutige Hamburg mit der Welt verbinden.

kuratiert von gabriel gee (www.tetigroup.org)

Ausstellung von Sa, 21. bis So, 22. April von 14 – 20 Uhr

Künstlergespräch am Samstag, den 21. April um 17 Uhr
mit Amélie Brisson-Darveau, Johanna Bruckner,
Cora Piantoni – moderiert von Vanessa Nica Mueller

DAS PETER PAN SYNDROM – MR VASTs Theatre of Cack (Leipzig) – Sa. 17. März

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Musiktheater/Objektperformance in Deutsch und Englisch

17. März 2018
20 Uhr (19 Uhr Einlass)
Dauer: ca. 60 Minuten · 10 € / ermäßigt 8 €

mit anschliessendem Konzert (21.30 Uhr) von:
KRÖTER (Berlin/Leipzig)

Henry Sargeant alias Mr. Vast hat die Vierzig erreicht und stellt fest, dass sein Leben viel absurder und vergnüglicher ist als jemals zuvor. Viele seiner Freunde sitzen jedoch mit der Familie im Eigenheim – was läuft da nur falsch mit ihm? Leidet er womöglich am Peter Pan Syndrom, kann er nicht erwachsen werden? Als therapeutischer Showmaster taucht er ein in die Welt des immergrünen Jungen und seiner Begleitneurosen. Willkommen im Neverland Night Club!

Text, Spiel: Henry Sargeant · Regie, Musik, Szenografie: Henry Sargeant, Stefan Wenzel, Alan Boorman.
HOMEPAGE
TRAILER

KRÖTER
Konzert 21.30 Uhr

Since the foundation of the band end of 2016, this band have trodden a path inbetween genres. As the shapeshifting, ever evolving and regenerating qualities of the creature they named themselves after- Kröter (Toad) are tadpoles wiggling in Jazz Pop ponds, then sprouting back legs they begin to jump around in Techno and krautrock even hopping casually onto land for a moment to sound like some fucked up radio play.

MR VAST – Vocals
JO ZAHN – Bass/Guitar
CHRISTOPH ROTHMEIER – Drums´n synth
JÖRG HOCHAPFEL – Keys/Guitar

BANDCAMP
SOUNDCLOUD

DŌMU – lucid themes / Mo 12. März

Das Trio DŌMU aus Leipzig lässt uns an diesem Abend mit einer audiovisuellen Performance in eine Parallelwelt abtauchen: Klangkunst, Ambient und Elektro verbinden sich mit fein komponierten Visuals zu einem Gesamterlebnis.
Ambientmusiker Stefkovic van Interesse (Bells Echo), Schlagzeuger Zar Monta Cola (spielt ansonsten bei WARM GRAVES) und Visualartist GenPi (Bells Echo, Fusion Festival, at.tention Festival) erschaffen mit analogen und digitalen Instrumenten vielschichtige Sounds – elegische Klänge, harte Rhythmen und flirrende Melodien werden uns betören an diesem Abend diesseits und jenseits der sinnlichen Grenzen.

Montag 12. März 2018
Einlass 19.30 Uhr / Beginn 20.30 Uhr
Eintritt: 8/6 €

SOUNDCLOUD
Trailer
Vimeo

DÖMU

Konzert – 4Fakultät #7

Ein gezupftes Cello als Schlagzeug trifft atmosphärische Jazz-Monotonien trifft neo-barocke Vokalakrobatik trifft alternativen Love-Pop – so lassen wir das neue Jahr bei 4fakultät anklingen!

10. Februar 2018
Einlass 20 Uhr – Beginn 21 Uhr

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Simon Roessler | Mark Matthes | Konstantin Bessonov

Dieses Mal mit dem Multiinstrumentalist Ansgar Wilken, der – jenseits von Zeit und Konventionen, jenseits des Vorhersehbaren – seinem Cello wundersam überraschende Klänge entlockt; dem Trio Love-Songs (bestehend aus Manuel Chittka, Sebastian Kokus und Thomas Korf) mit seinen Wurzeln im Free-Jazz, Krautrock und Pop, die klingen wie ein sich ewig steigerndes Intro – jederzeit bereit, auszubrechen. Ebenfalls zu Gast sind Pegelia Gold und Markus Zull’s Duo Gold&Zull, die zwischen zarter Poesie und Elektrogeschredder auf musikalische Wanderschaft in der Zeit gehen und Lena Geue, die sich und ihre Stimme treiben lässt vom Groove, Folk, Rock oder Pop.

www.4fakultaet.de

https://www.facebook.com/4fakultaet/

https://4fakultaet.bandcamp.com/

 

 

Filmscreening FLEXIBLES FLIMMERN

Kino zur Clubkultur an der Sternbrücke.
Das mobile Kino “Flexibles Flimmern” lädt gemeinsam mit dem Denkmalverein ein zu dem Film „Kurz und schmerzlos“ von Fatih Akin, pünktlich zum 20jährigen Filmjubiläum. Die vier Kinoabende finden im Künstlerhaus FAKTOR an der denkmalgeschützten Sternbrücke statt, die akut vom Abriss bedroht ist. Vor den Filmvorführungen gibt es jeweils ab 18:30 Uhr Führungen zu Geschichte, Baukultur und Clubleben rund um die Brücke.Die Sternbrücke ist ein akut bedrohter Ort. Die Brücke wurde 1893 für die „Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn“ gebaut, ihre heutige Stahl-Balken-Konstruktion stammt von 1925/1926. Ihren Namen hat die Brücke aufgrund des sternförmig zusammenlaufenden Verkehrs aus sieben Richtungen. In den Brückenbauten hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine lebendige Clubszene entwickelt, darunter Fundbureau, Waagenbau (deren Namen von der ursprünglichen Nutzung stammen) und Astrastube. Seit 2005 plant die Deutsche Bahn jedoch den Abriss und Neubau der denkmalgeschützten Brücke, der inzwischen für 2019 terminiert ist. Dabei ist bis heute nicht gutachterlich nachgewiesen, dass die historische Brückenkonstruktion nicht erhalten werden kann. Wir wollen, dass die Brücke und ihre Clubs erhalten werden!


www.flexiblesflimmern.de

Die Termine:

Dienstag, 6. Februar 2018
Einlass 18:30 Speisen & Getränke & Führungen Filmbeginn 20:00

Mittwoch, 7. Februar 2018
Einlass 18:30 Speisen & Getränke & Führungen Filmbeginn 20:00

Donnerstag, 8. Februar 2018
Einlass 18:30 Speisen & Getränke & Führungen Filmbeginn 20:00

Freitag, 9. Februar 2018
Einlass 18:30 Speisen & Getränke & Führungen Filmbeginn 20:00

Zum Film gibt es passende Speisen und Getränke.

Reservierungen bitte per Email an: reservierungen@flexiblesflimmern.de
Kinokarte: 10 EUR plus 2 EUR freiwillige Spende für Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit zum Erhalt der Sternbrücke

 

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Zum Film:
“Kurz und schmerzlos” (Fatih Akin, BRD 1998, 100 Min.)
Mit „Kurz und schmerzlos“ gelang dem Regisseur Fatih Akin ein multikultureller Thriller ohne platte Sozialkritik. Erzählt wird darin die Geschichte von drei Freunden aus Hamburg-Altona: von Gabriel, dem Türken, von Bobby, dem Serben und von Costa, dem Griechen. Deutsche spielen in “Kurz und schmerzlos” nur Nebenrollen. Trotzdem, ist die Altona-Saga keineswegs ein selbstmitleidiges Machwerk über die Probleme von Ausländern, sondern ein cleverer Thriller mit Herz.Akin erzählt in schnellgeschnittenen, immer düsterer werdenden Bildern, die Dialoge hämmern im HipHop-Rhythmus – und die Kamera geht dabei stets ganz nah ran, auch während der spektakulären Kampfszenen. “Ich versuche, meinen Filmen meine Identität zu geben”, sagt Akin.
Es war für ihn keine große Sache, das Drehbuch noch vor dem Abitur zu schreiben, denn es ist seine Geschichte, die seiner Kumpels und die seines Hamburger Kiezes. Allerdings hatte die Wirklichkeit für die Jungs ein Happy-End parat: Tomi, der Serbe, hat heute ein Sonnenstudio in Belgrad; Adam, der Grieche, spielt sich im Film selbst; und Fatih, der Türke, wird seit “Kurz und schmerzlos” als einer der talentiertesten unter den jungen deutschen Filmemachern gehandelt. Diesen Ruf hat er mehr als bestätigt und ist seitdem ein Aushängeschild der Deutschen Filmlandschaft – was auch die aktuelle Oscarnomminierung zeigt.

Zum Denkmalverein Hamburg:
Der Denkmalverein Hamburg ist die wichtigste politisch unabhängige Stimme für Denkmalschutz in Hamburg. Attraktive Gründerzeitviertel, Industriebauten oder futuristische Architektur der Nachkriegsjahrzehnte: Hamburg hat eine reiche Baugeschichte. Aber der steigende Entwicklungsdruck verändert die Stadt immer schneller und bedroht damit ihre baukulturelle Vielfalt. Der Denkmalverein engagiert sich daher für einen stärkeren Denkmalschutz in Hamburg. Er betreibt Pressearbeit, regt die öffentliche Debatte an und fördert ein Netzwerk aus Denkmal-Initiativen und -Interessenten. Die Mitglieder besichtigen regelmäßig Baudenkmäler, die nicht öffentlich zugänglich sind.

www.denkmalverein.de

 

Filmscreening SOUTH EAST SOUTH WEST

Das subjektive Zentrum der Welt ist jeweils dort, wo wir uns gerade aufhalten, von wo aus wir denken und handeln. Kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen formen jedoch eine Realität, die weitaus rigider ist. Blicke Richtung Süden Osten Süden Westen. Verlasse dein Terrain. Erinnere die Orte. Verschiebe die Linien.
south east south west
The River I must cross, Noa S. Im (KOR)
Drum singing, Jamil Jalla (DE, AFG)
RIHLA, Gerbrand Burger (NL)
Houna & Manny, Jared Katsiane (US)
The owls have grown as big as the half moon, Maya Connors (DE)

FILMSCREENING UND KÜNSTLERGESPRÄCH
Donnerstag, den 30. November ab 19 UHR

moderiert und kuratiert von Vanessa Nica Mueller