Sommerakademie Shift School Dresden

Die Shift School für Fotografie aus Dresden veranstaltet vom 25. Juni – 2. Juli 2017 ihre erste Sommerakademie in Hamburg im Künstlerhaus FAKTOR.

25.-27.06: Grundkurs Fotografie ausstellen
28.-30.06: Aufbaukurs Fotografie ausstellen

shift workshop

Die Kurse richten sich an Interessenten, die eigene Themenausstellungen konzipieren wollen oder auch vorhandene Arbeiten besser verstehen und lesen möchten. Dazu gibt es Hintergrundwissen aus 15 Jahren Ausstellungsarbeit mit Shift-School-Gründerin Kristin Dittrich und zum Ende kann eine eigene kleine Ausstellung mit Bilddummies gebaut werden.
Der Aufbauworkshop richtet sich an Teilnehmer, die den Grundkurs absolviert haben oder bereits erste Erfahrungen im Kuratieren von Themenausstellungen mitbringen.

01./02.07: Intensivseminar Über Fotografie schreiben
– mit dem bekannten Fotografieexperten Klaus Honnef –

Klaus Honnef steht seit Beginn der 70er Jahre und seiner Mitarbeit an der documenta 5 und 6 für die Anerkennung der professionellen Fotografie im Kontext der Bildenden Kunst. Dieses Seminar ist ein Plädoyer an die Zukunft und die Bedeutung der Erstellung von relevanten Texten über Fotografie. Nach einer Analyse von unterschiedlichen Kunstkritiken und das Erlernen einer Methodik werden eigene Texte verfasst und ausgewertet.

Anmeldung und weitere Informationen unter:

www.shift-school.com

JOHN MORAN – NEW YORK

John Moran

09.OKTOBER
20 Uhr
JOHN MORAN
ETUDES: “AMSTERDAM” – THE CON-ARTIST

(Solo Performance, Experimental Music, Choreography-Movement Theater)
Karten zu 10,-/8,-€

John Moran ist ein New Yorker Komponist und Performer, häufig als Protege von Philip Glass bezeichnet, der ihn als wichtigsten lebenden Komponisten lobt. Sein individueller Ansatz ist sehr zeitgenössisch und übergreifend in der Performance-, Kunst-, Musik-, und Tanzszene viel diskutiert. Morans Arbeiten sind mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet worden und involvierten Künstler wie Uma Thurman, Iggy Pop, Allen Ginsberg oder Julia Stiles.
The Boston Globe schrieb: „Moran ist ein zeitgenössischer Mozart“.

07.+ 08. OKTOBER
12 – 20 UHR
WORKSHOP (auf Englisch)
“MUSIKALITÄT VON WAHRNEHMUNG UND HANDLUNG”

Teilnahmegebühr 25,-€ / Anmeldung unter: info@faktor.hamburg

In Hamburg bietet John Moran einen zweitägigen Workshop für TeilnehmerInnen aller künstlerischen Richtungen und Vorbildungen an.
Morans Arbeit untersucht die musikalische Qualität der Wahrnehmung: Geräusche und Bewegungen, die wir im Alltag wahrnehmen und vor anderen zeigen. Die Untersuchungen dieses Workshops sind für viele Disziplinen und Perspektiven anwendbar. Zusammenfassend ist der Workshop eine Übung in körperlichem Ausdruck, Bühnenpräsenz/vertrauen, in musikalischer Qualität von Schauspiel und Muskelgedächtnis. Diese Techniken fördern eine neue Sicht und Vertrauen in die eigenen Darbietungen vor jeglichem Publikum, als Performer oder anderswo.

Foto-Workshop “5”

16. – 20. Juni 2015

FAKTOR startet im Juni mit einem Foto-Intensivworkshop in Kooperation mit der Shift School Dresden. 

Dazu sind fünf renommierte Fotografen aus der internationalen Kunstszene eingeladen, die an fünf Tagen für jeweils einen Tag unterrichten und wichtige neue Impulse für das eigene Arbeiten liefern. Das Programm dieser fünf Tage wird intensiv: An jedem Tag werden die Teilnehmer in eine andere Situation gebracht, müssen Mut, Ausdauer und Überwindung zeigen und ihre Gedanken konkret zu einem Thema innerhalb kürzester Zeit auf den Punkt bringen.

GötzDiergarten


Die Dozenten:

1. Tag – Hans Hansen (Hamburg)

2. Tag – Götz Diergarten (Frankfurt)

3. Tag – Denis Darzacq (Paris)

4. Tag – Dougie Wallace (London)

5. Tag – Hester Scheurwater (Utrecht)

Alle Dozenten sind national und international Koryphäen auf ihrem Gebiet. Sie alle zeichnet aus, eine unverwechselbare visuelle Sprache, einen ureigenen Stil in ihren Bildern geschaffen zu haben, die ihnen einen hohen  Wiedererkennungswert verleiht. Höchstes Ziel der Dozenten ist es, ihr Verständnis von Methoden, Werten und Ansätzen in der Fotografie weiterzugeben.  Die künstlerischen Handschriften und das Themenspektrum sind bis auf feinste Nuancen aufeinander abgestimmt. Workshop-Teilnehmer berichten von einer 360-Grad-Wendung in eigenen Arbeiten, durch das Aufeinandertreffen mit fünf der besten Persönlichkeiten und ihrem einzigartigen, jahrelang ausgefeilten Können. Jeder Teilnehmer wird an fünf Tagen fünf Themen unter der Anleitung von fünf unterschiedlichen Dozenten umsetzen. Jeden Tag ein Thema und ein Dozent. In den freien Zeiten werden wir gemeinsam ausgewählte Ausstellungen der Phototriennale in Hamburg besuchen, die in der gleichen Woche eröffnet.

Die Shift School wurde 2014 von Kristin Dittrich gegründet. Sie agiert von Dresden aus in die Welt und ist die erste Schule für künstlerische Autorenfotografie in Deutschland und Ausbildungszentrum für zukünftige Ausstellungsmacher für das Medium Fotografie.

Denis Darzacq

Über die Dozenten:

Hans Hansen (Jahrgang 1940) aus Hamburg zählt zu den meist geschätzten künstlerisch arbeitenden Produktfotografen in Deutschland. Er vereint Bauhaus und japanischen Minimalismus in seinem eigenen, faszinierenden einzigartigen Stil.  Ausgehend von seinem Interesse an amerikanischer Fotografie und Typografie baute er jahrzehntelang seine Sprache in der Fotografie aus. Seine Workshopaufgabe an die Teilnehmer  nennt er  „Minimal“. Wahrscheinlich wird er jedem in seinem Studio 10 Löffel oder 8 Stühle in die Hand geben und sie diese in allen Facetten eines Stillebens fotografieren lassen. Sie werden diese einzigartige besondere Erfahrung machen,  was es bedeutet, von Hans Hansen sehen zu lernen.  Seine Vermittlungsgabe kennt seinesgleichen keinen Vergleich.

Denis Darzacq wurde 1961 in Frankreich geboren. Die Zusammenarbeit zwischen Shift und mit dem Pariser Top Künstler  findet zum ersten Mal statt. Seine Fotografien werfen Fragen auf. Wird der Betrachter manipuliert? Sind die Bilder echt? Die für die Agentur “Vu” entstandene Fotoreihe “La Chute / Der Fall” zeigt schwerelose Körper in fließenden Bewegungen – abstrakt in Szene gesetzt mit Hip-Hop-Tänzern: spannungsgeladene Gestalten, die wie zwischen Himmel und Erde eingefroren erscheinen. Mit seinen in ekstatischer Pose erstarrten Figuren hebt Denis Darzacq die Grenzen von Raum und Zeit auf faszinierende Art und Weise auf. Diese Serie überführt er in ein nächstes Langzeit Projekt, an dem er mit geistig und körperlich behinderten Menschen arbeitet. Sie müssen Mut zeigen und  Mauern überwinden und springen, um auf die andere Seite zu gelangen. Was tun sie? Wie reagieren sie? Wie würden wir reagieren? Wie schafft man es, Behinderung nicht als Behinderung zu zeigen, sondern den Menschen dahinter zu porträtieren? In unserem Workshop werden wir geistig und körperlich behinderte Mitmenschen dazu einladen, uns zu porträtieren und unter Anleitung von Denis Darzac selbst ganz viel über  unser Denken und Handeln mit und ohne Kamera lernen.

Hester Scheurwater, geboren 1971, in den Niederlanden arbeitet stark autobiografisch. Seit 10 Jahren forscht sie visuell, wie man als Frau unter den Blicken der Männer wahrgenommen wird und schreibt darüber ein visuelles Tagebuch. Dies veröffentlicht sie seit Jahren auf Facebook, die ihr wegen Verdacht auf Pornographischen mehrmals das Konto löschte. In ihren Werken arbeitet sie bewusst mit erotischen Attributen (Highheels, Netzstrumphosen, Lippenstift) mit denen sie bei ihrem Gegenüber im Alltag hoch erotisches Aufsehen erregt. Der berühmte, leider kürzlich verstorbene Schweizer Verleger Walther Keller gehört zu ihren großen Entdeckern. Über seine Verbreitung gelangte ihr Werk nach New York. Keller beschrieb ihre Bilder als Werke der Kunst aus dem Kontext der Kunstgeschichte. Hester unterrichtet an der Royal Akademie of Fine Arts in Den Haag. Im Workshop bei Shift wird sie mit allen Teilnehmern die Beziehungsmuster zwischen Mann und Frau erforschen und das an einem ganz konkreten Thema: Shopping. Dafür wird in einem Hamburg Kaufhaus unter Anleitung von Hester fotografiert. Es geht um unterschiedliche Rollen beim Einkaufen, Szenen, Augenblicke, Wirren des Alltags. Nach der Besprechung wird es zu Hesters liebsten Präsentationsform im öffentlichen Raum kommen, dem Wildbeaming, der direkten Projektion der Ergebnisse im öffentlichen Raum, wohl nachts an der Fassade des Kaufhauses selbst, wo die Bilder innen entstanden sind.

Dougie Wallace, 40, Fotograf, Exil-Schotte in London,  bereiste 15 Jahre  die ganze Welt. Bekannt geworden ist Dougie Wallace mit seinen direkten sozial dokumentarischem  Bildern im Stil der amerikanischen Streetphotography. Er beschäftigte sich intensiv mit der letzten Nacht vor der Ehe, mit britischer Jugendkultur und dem gefährlichsten Beruf in Indien, dem Taxi Driver. Bei einigen platzierte er an der Frontscheibe eine Selbstauslöser-Kamera. Wallaces Bilder zur Kultur der britischen Mittelschicht haben Martin Parr längst überholt und man kann nie sicher sein, welches komplexe Thema er als nächstes in Angriff nimmt. Seine Bilder haben so viel mit Menschen zu tun. In Vorbereitung auf unseren Workshop teilte er uns nur mit, dass es am Workshoptag um Menschen und Dinge hinter Glasscheiben gehen wird, die die Trennlinie zwischen Selbst und Anderem bildet. Danach nimmt er uns alle mit auf die Triennale der Photographie in Hamburg, wo seine erste Soloshow in Deutschland zeigen wird. Spannend!

Götz Diergarten, geboren 1972, hat sich inzwischen international einen Namen als Fotokünstler gemacht. Der einstige Becherschüler prägte mit seinen Farbtypologien in der Architektur einen neuen Stil in der Fotografie. Farbe im Zusammenhang zu Raum und Architektur sehen – so könnte man die Denk- und Arbeitsweise von Götz Diergarten näher beschreiben. 2011 veröffentlichte er seine umfangreiche, künstlerische Arbeit „Metropolis“, in er sehr empfindsam und präzise, seine subjektive Aufmerksamkeit auf Räume und Raumdetails in die unteririschen Welt der Metro Stationen lenkt. Das Ergebnis ist grandios. Wer Götz Diergarten einmal als Dozenten erlebt hat, kann nachvollziehen, wie interessant es ist, dem Frankfurter Künstler in seine Gedankenwelt zu folgen und von ihm zu lernen. Thema seines Workshops ist das bewusste Sehen im alltäglichen, öffentlichen Raum. So wird er unseren Workshop Ort, eine kleines Programmkino an der Sternenbrücke aus den 50er Jahren, später als Bordell umgenutzt und danach wiederum von 2 Hamburger Fotografen als Studio betrieben, mit den Teilnehmern bewusst nach Farbspuren, räumlichen Zusammenhängen und Übergängen untersuchen. Ein Tag mit Götz Diergarten führt in eine neue Ebene des Bildbewusstsein und der Bildsprache.

HansHansen

Informationen zum Workshop:

Datum: 16.6. – 20.06.2015
Kurssprache: Englisch und Deutsch
Kursort: Künstlerhaus FAKTOR e.V., Max-Brauer-Allee 229, 22769 Hamburg
Teilnahmegebühr: Shift-Einstiegspreis 500€
(Studenten auf Masterlevel erhalten eine Ermäßigung von 20% und zahlen 395€)
Eintritte für gemeinsame Besuche der Triennale der Photographie sind nicht enthalten. Gruppenrabatt erhalten wir.

Die Teilnehmer müssen eine Digitalkamera mitbringen.

Anmeldung: Die Plätze sind stark begrenzt und werden in Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
Anmeldeschluss ist der 06.06.2015 unter office@shift-school.com oder intensivworkshop@faktor.hamburg